Hinter vielen unserer – teilweise unverständlichen – Reaktionen stehen oft Überzeugungen, die wir schon in unserer Kindheit gelernt haben.
In dieser Folge decken wir 6 solcher Kindheitsprägungen auf, die dazu führen können, dass du nur schwer Grenzen setzt, weniger liebevoll mit deinen Gefühlen umgehst und nicht so gut entspannen kannst. Und natürlich erfährst du auch jeweils eine Frage, um diese alten Überzeugungen leichter aufzulösen ❤️
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Das erfährst du in dieser Folge
- warum dein Fokus vielleicht ständig im Außen und viel zu wenig bei dir ist
- warum du immer ein schlechtes Gewissen hast, wenn du emotional reagierst
- warum du dich schwer tust zu entspannen und einfach mal Pause zu machen
- warum du so viel Angst vor der Ablehnung anderer Personen hast
- wo der Ursprung für deinen inneren Kritiker liegen könnte
- welche Fragen dir helfen können, diese alten Überzeugungen zu hinterfragen und einen liebevolleren Umgang mit dir selbst zu finden
6 Überzeugungen aus deiner Kindheit, die dich bis heute begleiten
Unsere Kindheit beeinflusst, wie wir die Welt und uns selbst erleben. Dabei geht es nicht unbedingt um einzelne besonders prägende Ereignisse. Auch viele kleine Erfahrungen und wiederkehrende Botschaften können dazu beitragen, dass sich bestimmte Überzeugungen entwickeln, die wir später ganz selbstverständlich für wahr halten.
In dieser Folge sprechen wir über sechs solcher Botschaften:
1. „Deine Emotionen sind ein Problem.“
Wenn du als Kind gelernt hast, dass deine Gefühle andere belasten oder unangenehm sind, kann es passieren, dass du deine Emotionen auch als Erwachsene schnell infrage stellst und oft Sorge hast, mit einer emotionalen Reaktion den anderen zu belasten.
2. „Ablehnung ist gefährlich.“
Wenn Zugehörigkeit und Liebe in deiner Kindheit stark davon abhängig waren, ob du dich „richtig“ verhältst, kann ein Nein heute mit großer Angst vor Enttäuschung oder Ablehnung verbunden sein.
3. „Leistung macht dich wertvoll.“
Wenn du früh erlebt hast, dass Leistung besonders viel Anerkennung und Wertschätzung bringt, kann es schwerfallen, Pausen zu machen oder dich auch dann als wertvoll zu erleben, wenn du gerade nichts leistest. Dein Selbstwert ist dadurch oft viel zu eng daran geknüpft, dass du beständig etwas leistet und das am besten außergewöhnlich sein sollte.
4. „Achte immer auf die Stimmung im Raum.“
Vielleicht bist du heute besonders aufmerksam dafür, wie es anderen geht, nimmst kleinste Veränderungen wahr und versuchst frühzeitig einzugreifen, wenn sich die Stimmung verändert. Auch dahinter kann ein in der Kindheit gelerntes Muster stehen.
5. „Du bist falsch.“
Wenn du als Kind häufig kritisiert oder korrigiert wurdest, kann die kritische Stimme deiner Eltern irgendwann zu deiner eigenen inneren Stimme werden. Dann begleiten dich Selbstzweifel und ein starker innerer Kritiker oft auch noch als erwachsene Person.
6. „Du bist wertvoll, weil du dich kümmerst.“
Vielleicht bist du diejenige, die sich immer kümmert, hilft, organisiert und für andere da ist – und das nicht, weil du keine Grenzen setzen kannst, sondern weil du einfach zu gut darin bist, dich um andere zu kümmern. Und schon kann aus einem Lob für Hilfsbereitschaft eine Lebensaufgabe werden, die stark mit unserem Selbstwert verknüpft wird.
Dass sich diese Überzeugungen in dir gefestigt haben, bedeutet nicht automatisch, dass deine Eltern hier etwas falsch gemacht haben. Auch wenn unsere Eltern nur das Beste für uns wollten, können sich aus bestimmten Erlebnissen schwierige Glaubenssätze entwickeln.
Doch diese Glaubenssätze müssen nicht länger dein heutiges Leben bestimmen. Deshalb teilen wir im Video zu jeder Botschaft eine Frage mit dir, die dir helfen kann, einen neuen Blick auf dich selbst und deine Bedürfnisse zu entwickeln und so diese Überzeugungen Stück für Stück umzuwandeln.
Häufige Fragen zu Überzeugungen aus der Kindheit
Überzeugungen aus der Kindheit sind innere Vorstellungen darüber, wie wir selbst, andere Menschen und die Welt funktionieren. Sie können sich aus wiederholten Erfahrungen, Rückmeldungen und Dynamiken in unserer Kindheit entwickeln und später unser Denken und Verhalten beeinflussen.
Erfahrungen aus der Kindheit können dazu beitragen, dass wir bestimmte Verhaltensweisen und Denkweisen entwickeln. Manche davon waren als Kind sinnvoll oder hilfreich, können uns als Erwachsene aber in bestimmten Situationen im Weg stehen.
Wenn du früh gelernt hast, dass mit dir etwas nicht stimmt oder dass Harmonie davon abhängt, ob du dich anpasst, kann es sein, dass du auch später sehr schnell die Verantwortung bei dir suchst – selbst dann, wenn eigentlich beide Seiten einen Anteil an einem Konflikt haben.
Ein erster Schritt kann sein, die eigenen automatischen Gedanken und Reaktionen überhaupt wahrzunehmen und zu hinterfragen. In dieser Folge teilen wir deshalb konkrete Fragen, mit denen du beginnen kannst, alte Überzeugungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Dein nächster Schritt
Wenn du dich in mehreren dieser Muster wiedererkennst und nicht nur einzelne Situationen verändern, sondern wirklich verstehen möchtest, welche alten Überzeugungen, Muster und Dynamiken dein Leben heute noch beeinflussen, kann unsere Psychologische Lebensanalyse ein wundervoller nächster Schritt für dich sein. Gemeinsam schauen wir genau hin, was dich aktuell davon abhält, dein Leben so zu gestalten, wie du es dir wünschst – und welche Veränderungen für dich wirklich nachhaltig wirken können.
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