Wenn du nicht ständig von einer Diskussion in die nächste Herausforderung und von dort in der nächsten negativen Überraschung landen würdest. Oft versuchen wir, unser Leben leichter zu machen, indem wir möglichst viele unserer Probleme lösen und dafür sorgen, dass keine neuen entstehen. Dabei übersehen wir etwas Entscheidendes: Ein großer Teil der Probleme in unserem Leben gehört eigentlich gar nicht zu uns.
In dieser Folge von ziemlichglücklich teilen wir vier Gedanken mit dir, mit denen du weniger Probleme haben wirst und deinen Alltag so viel leichter gestalten kannst. Außerdem sprechen wir über zwei Fallen, durch die wir uns häufig selbst viel zu sehr unter Druck setzen und ständig neue Probleme anziehen.
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Das erfährst du in dieser Folge
- welche Probleme du heute – ohne sie zu lösen – direkt loslassen kannst
- welche Fähigkeit du brauchst, um die großen Herausforderungen in deinem Leben zu lösen
- wie du übermäßiges Sorgenmachen reduzierst
- welche Probleme uns oft am meisten Energie ziehen, ohne, dass wir es bemerken
- warum unsere Motivation, unsere Probleme aus dem Weg zu schaffen, teilweise sogar hinderlich sein kann
Weniger Probleme haben: 6 Gedanken für dein leichteres Leben
Wenn wir weniger Probleme haben möchten, denken wir häufig darüber nach, wie wir bestehende Schwierigkeiten lösen oder verhindern können, dass neue entstehen. Doch es gibt noch einen dritten Weg: Wir können lernen, manche Probleme gar nicht erst zu unseren eigenen zu machen.
- Nicht jedes Problem ist dein Problem
Viel zu oft übernehmen wir die Verantwortung für die Probleme von uns wichtigen Menschen. Besonders dann, wenn sie sie selbst nicht gelöst bekommen, versuchen wir zu unterstützen und zu helfen. Aber sobald unsere Unterstützung mehr wird als da sein, trösten und unterstützen, übernehmen wir eine Verantwortung, die nicht unsere ist und die wir nie erfüllen können. Wir laden hier Probleme in unseren eigenen Problemrucksack, deren Lösung aber leider gar nicht in unserer Hand liegt. - Habe ich eigentlich schon genug Sorgen?
Sorgen sind wichtig. Oft erkennen wir dadurch, was wir im Hier und Jetzt schon anders machen können, damit in der Zukunft ein bestimmtes Problem nicht auftritt. Aber meistens machen wir uns auch dann Sorgen, wenn wir weder wissen, ob das Problem überhaupt auftreten wird, noch im Hier und Jetzt etwas daran ändern können. Obwohl diese Probleme also rein hypothetisch sind, beschweren sie unseren Problemrucksack immer und immer mehr. Wenn du dir also über etwas in der Zukunft schon viele Gedanken gemacht hast und jetzt eh nichts verändern kannst, dann lass es bewusst los. Vielleicht überlegst du sogar, welche neuen Ressourcen du in Zukunft haben könntest, sodass sich das Problem viel leichter lösen wird oder was auch Positives passieren könnte – und schon wird dein Rucksack wieder leichter. - Stolpersteine sind dazu da, um gelöst zu werden
Wir alle kennen die kleinen Momente im Alltag, die uns ärgern, nerven, frustrieren. Und gleichzeitig ändern wir aber nichts daran, weil es ja nur Kleinigkeiten sind und wir unsere Kraft scheinbar für Wichtigeres brauchen. Aber dabei unterschätzen wir, wie viel Energie es uns kostet, durch jeden unserer Alltagstage zu gehen und all diese kleinen Stolpersteine und den Ärger, den sie in uns auslösen, auszuhalten. Wenn du magst, ist das deine Motivation, das jetzt zu ändern. Verändere etwas an den Stolpersteinen, die wirklich in deiner Hand liegen (reparier den tropfenden Wasserhahn, führ das schwierige Gespräch, …) und ändere deine Einstellung zu den Dingen, die du überhaupt nicht beeinflussen kannst (die bellenden Hunde der Nachbarin, dein unpünktlicher Kollege, …). - Ich kann unangenehme Gefühle aushalten
Viele unserer Probleme bleiben nicht deshalb in unserem Leben, weil wir sie nicht lösen könnten, sondern weil wir sie nicht lösen wollen. Denn diese Lösung ist oft mit vielen unangenehmen Gefühlen verknüpft – und wir tendieren leider dazu, unangenehme Gefühle zu vermeiden. Also setzen wir lieber keine Grenze, führen das unangenehme Gespräch nicht und ersparen uns den peinlichen ersten Besuch im Fitnessstudio. Dabei halten wir diese Gefühle problemlos aus. Erlaub dir also, zu üben, zu wachsen und zu merken, dass du diese Situationen meistern kannst, indem du ihnen nicht länger aus dem Weg gehst.
Zwei Fallen, die dein Leben unnötig schwer machen
Neben den vier Gedanken, die dir helfen können, weniger Probleme zu haben, gibt es zwei typische Denkfallen, durch die wir uns häufig nur zusätzliche Probleme machen.
- Die Optimierungs-Falle: „Schade, dass ich so bin.“
Wie oft gehst du abends ins Bett und bist enttäuscht von dir? Enttäuscht, dass du deine Vorsätze nicht umsetzt, falsch reagiert hast, dich falsch gefühlt hast… Wir gewöhnen uns oft viel zu sehr daran, immer eine kritische Stimme im Hintergrund zu haben, die uns widerspiegelt, dass wir falsch wären. Nicht gut genug. Dieses leise Bedauern, dass wir nicht disziplinierter, positiver, souveräner durch unser Leben gehen, beeinflusst unseren Selbstwert und unser Selbstbild. Und damit schaffen wir uns ein großes neues Problem: wir selbst. Doch was wäre, wenn du all das, was dich stört, längst gut genug machst? „Perfekt“ war nie das Ziel im Leben – gut genug reicht völlig aus. - Die Energie-Falle: „Ich muss meine Probleme jetzt lösen.“
Probleme zu lösen und Veränderungen anzustoßen ist so wertvoll. Doch dafür brauchen wir Energie und einen vollen Akku. Sind wir innerlich müde, ausgebrannt, erschöpft, dann fehlen uns die notwendigen Ressourcen, um genau die Gewohnheiten zu durchbrechen, die wir für eine gute Lösung bräuchten. Deshalb gilt: Gönn dir Pausen von deiner Selbstoptimierung. Genieß dein Leben manchmal einfach nur, ohne die Problembrille aufzuhaben. Und hast du dann wieder genug Akku aufgetankt, dann kannst du den nächsten Knoten lösen – so viel einfacher, als wenn dein Akku nur bei 5% wäre.
Häufige Fragen zum Thema Sorgen & Probleme reduzieren
Ein erster Schritt besteht darin, genauer hinzuschauen, welche Probleme tatsächlich zu deinem Verantwortungsbereich gehören und welche du möglicherweise für andere Menschen übernommen hast. Außerdem hilft es, zwischen realen Problemen und hypothetischen Zukunftssorgen zu unterscheiden. Konzentriere dich auf das, was du tatsächlich beeinflussen kannst und erlaube dir auch, nicht jede Schwierigkeit sofort lösen zu müssen.
Frage dich zunächst, ob deine Sorge auf einem konkreten Problem beruht oder ob du gerade versuchst, eine mögliche Situation in der Zukunft vorwegzunehmen. Überlege, ob du im Hier und Jetzt überhaupt etwas tun kannst, um das Problem zu vermeiden oder dich darauf vorzubereiten. Wenn nicht, darfst du den Gedanken bewusst loslassen und darauf vertrauen, dass du das Problem – falls es denn überhaupt eintreten wird – dann auch lösen wirst. Nicht vorher, nicht hypothetisch, sondern dann, wenn es tatsächlich so weit ist.
Mach dir bewusst, dass du andere Menschen unterstützen kannst, ohne die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Du darfst zuhören, mitfühlen und Hilfe anbieten. Gleichzeitig ist es wichtig, anzuerkennen, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg gehen und seine eigenen Probleme lösen muss. Indem du versuchst, den Weg für die andere Person zu gehen, machst du nur dein Leben schwerer, das der anderen Person aber überhaupt nicht leichter.
Manchmal liegt es nicht daran, dass wir keine Lösung kennen, sondern daran, dass wir die damit verbundenen unangenehmen Gefühle vermeiden möchten. Angst vor Ablehnung, Enttäuschung, Streit oder Veränderung kann uns davon abhalten, notwendige Schritte zu gehen. Wenn du lernst, dass du solche Gefühle aushalten kannst, fällt es dir auch leichter, Veränderungen tatsächlich umzusetzen.
Dein nächster Schritt: Wie fühlt sich eigentlich ein Leben mit so viel weniger Problemen an?
Ein Leben, in dem du nicht mehr alles mit dir herumträgst, dich nicht ständig selbst unter Druck setzt und wieder mehr Raum hast für das, was dich wirklich glücklich macht? Genau das möchten wir dir mit der Psychologischen Lebensanalyse ermöglichen. Gemeinsam schauen wir hinter die Kulissen deines Lebens, erkennen, was dich wirklich belastet und lösen die Muster, die dich immer wieder zurückhalten. Damit du dich nicht länger durchs Leben kämpfst, sondern es wieder mit Leichtigkeit, Klarheit und Freude gestalten kannst. Wir freuen uns auf dich 🙌
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