Das ist der Satz, der uns direkt den Mut nimmt, heute mal eine Grenze zu setzen, „Nein“ zu sagen und auf uns zu hören. Denn – was antworten wir auf diesen Satz? Wir erklären uns. Wir nennen die Gründe, warum wir diesen Gefallen nicht tun können. Und mit einem Gegenüber, dem dieser Gefallen aber sehr wichtig wäre, landen wir direkt in einer Diskussion über die Sinnhaftigkeit unserer Gründe. Und letztendlich bei einem gequälten „Ja, ok, dann mach ich’s halt.“
Ihr habt euch unter einem unserer letzten Videos so sehr Unterstützung gewünscht, wie man auf diese Nachfrage reagieren kann – und genau die bekommt ihr in dieser Folge.
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Das erfährst du in dieser Folge:
- Souveräne Antworten auf die Frage „Warum denn nicht?“ nach deinem Nein
- Beispiel-Dialoge, um entspannt Grenzen zu setzen
- Wie du freundlich & hilfsbereit bleiben kannst, ohne nachzugeben
- Die häufigste Fehlannahme über Hilfsbereitschaft & Grenzen setzen
- Wie du mit der Enttäuschung deines Gegenübers umgehen kannst
Grenzen setzen – so klappt es endlich
Wenn du für dich sorgen möchtest und dein Gegenüber aber unbedingt dein Entgegenkommen erreichen will, dann hast du verschiedene Antwortmöglichkeiten. Du kannst alle 3 Stufen nacheinander anwenden oder direkt zu der Stufe springen, die sich für dich am stimmigsten anfühlt.
- Interne Gründe geben weniger Diskussionsmöglichkeiten
Wenn du die Gründe für dein „Nein“ nennst, dann kann es dir passieren, dass dein Gegenüber so lange Lösungen für deine Gründe findet, bis er alle Gründe „wegdiskutiert“ hat. Damit dir das nicht passiert, kannst du statt äußeren Gründen („Ich muss die Kinder abholen“) innere Gründe nennen wie „Da bin ich nicht die Richtige dafür“, „Ich brauche heute leider etwas anderes“, „Das passt für mich heute nicht.“ Das stoppt nicht jedes Gegenüber, nimmt aber vielen den Wind aus den Segeln. - Zeig Verständnis & Lösungsfokus
Meist ist dir die andere Person und ihr Wunsch nach Unterstützung ja nicht egal. Dann kannst du das sagen und gleichzeitig bei deiner Grenze bleiben: „Es tut mir richtig leid, dass das jetzt so kompliziert ist – und gleichzeitig werde ich das heute nicht erledigen können.“ Und wenn du magst, lenkst du das Gespräch hier direkt in den Lösungsfokus: „Sollen wir überlegen, wie wir das anderweitig gelöst bekommen?“. Du benennst auch klar, dass deine Grenze für den anderen schwierig sein darf, schließlich ist eine Grenze kein Kompromiss, sondern eines deiner Bedürfnisse, das du unbedingt achten möchtest. Daran kann man sich stören, das ändert aber nichts an der Qualität deiner Grenze. - Mach die Gesprächsdynamik sichtbar
Gerade, wenn du im Gespräch immer wieder gedrängt wirst, doch endlich zu sagen „warum du wirklich Nein gesagt hast“, lohnt sich oft eine ehrliche Gegenfrage: „Interessieren dich meine Gründe wirklich oder geht es dir darum, doch eine Lösung zu finden, damit ich Ja sage?“ Und beides ist in Ordnung – aber du benennst klar das Muster und zeigst, dass du an einem Ausdiskutieren deiner Gründe kein Interesse hast.
Nicht jedes Level passt zu jeder Situation und zu jedem Gegenüber. Was uns die Level aber zeigen können, ist, dass es eine Menge Möglichkeiten gibt, auf ein genervtes „Aber warum denn nicht?!“ zu reagieren.
Noch wichtiger als die richtige Formulierung ist allerdings, dass wir uns innerlich erlauben, Grenzen zu setzen. Und zwar unabhängig davon, wie der andere darauf reagiert. Ja, dein Gegenüber darf enttäuscht und frustriert sein, darf dich zu wenig hilfsbereit finden und deine Grenze überhaupt nicht nachvollziehen können. Denn: er hat ein anderes Ziel als du. Er wollte dich vom Gegenteil überzeugen, damit du sein Problem löst. Jede Person in deinem Umfeld profitiert davon, wenn du keine Grenzen setzt. Sie bekommt deine Energie, deine Zeit, deine Arbeitskraft, deine Kreativität, deine Unterstützung – natürlich ist sie erstmal enttäuscht, wenn du das plötzlich begrenzt. Und gleichzeitig bist du die einzige Person, die deine Grenze stolz und klar aussprechen kann. Die für dich einstehen und für dich sorgen kann. Weil du wichtig bist. Weil deine Energie wichtig ist. Keine deiner Grenzen ist weniger richtig, wenn dein Gegenüber sie falsch findet ❤️
Häufige Fragen zum Thema Grenzen setzen
Oft steckt dahinter die Angst vor Ablehnung, Konflikten oder Enttäuschung. Oft wollen wir niemanden verletzen und stellen deshalb die Bedürfnisse anderer über unsere eigenen. Wenn du dieses Thema für dich auflösen willst, kannst du gern einmal dieses Video von uns anschauen – das unterstützt dich dabei: https://youtu.be/0xtbs5H33rQ
Nein. Du darfst deine Grenzen kommunizieren, ohne dich ausführlich zu rechtfertigen. Eine Erklärung kann sinnvoll sein – sie ist aber keine Voraussetzung dafür, dass deine Grenze gültig ist.
Bleib ruhig, wiederhol deine Grenze einfach nochmal und lass dich nicht zu Erklärungen drängen, wenn dein Bauchgefühl gerade dagegen ist. Manchmal hilft es auch, die Gesprächsdynamik offen anzusprechen oder das Gespräch freundlich zu beenden.
Nein. Gesunde Grenzen schützen deine Zeit, deine Energie und deine psychische Gesundheit. Sie sind eine wichtige Grundlage für respektvolle und gesunde Beziehungen.
Dein nächster Schritt
Wenn dir das Grenzen setzen schwerfällt und du immer wieder in Schuldgefühle oder Rechtfertigungen gerätst, dann können wir im Psychologischen Mentoring genau die Situationen analysieren, die dir noch schwerfallen. Und du bekommst von uns maßgeschneiderte Tipps, wie du endlich leichter für dich sorgen kannst. Meld dich so gerne bei uns – wir freuen uns, dich unterstützen zu dürfen 😊
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