Du verhältst dich unpassend, erreichst deine Ziele nicht, bist nicht die Mutter, der Vater oder die beste Freundin, die andere verdient hätten, bist zu emotional, zu rational oder zu chaotisch.
Und nein, das sagen dir nicht andere Personen, sondern du selbst. Weil du tief in dir überzeugt davon bist. Du kennst dich schließlich selbst am besten. Und auch, wenn du weißt, dass ständige Selbstkritik nicht wirklich hilft, kommst du nicht raus. Schließlich ist es ja wirklich wahr, oder? Und das Märchen von der Selbstliebe hilft da auch nicht weiter…
Damit bist du nicht allein. Wir alle haben diesen inneren Kritiker, der uns in bestimmten Bereichen das Leben schwer macht. Und du hast völlig recht, einfach nur die Selbstliebe etwas lauter zu drehen, löst das Problem absolut nicht. Genau deshalb gibt es diese Folge. In 5 Fragen erfährst du, was du tatsächlich tun kannst, wenn du dir nicht länger innerlich selbst ein Bein stellen möchtest ❤️
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Das erfährst du in dieser Folge
- Wie dein innerer Kritiker überhaupt entstanden ist
- Warum wir unserem inneren Kritiker alles glauben und „einfach anders denken“ nicht funktioniert
- Warum wir die Lösungen für unsere Selbstkritik oft an der falschen Stelle suchen
- Welchen Einfluss deine schlechte Laune auf deinen inneren Kritiker hat
- Wie du deinen inneren Kritiker endlich leise drehen kannst
Dein innerer Kritiker ist zu laut? Diese 5 Fragen helfen dir!
Würde eine andere Person abwertend und andauernd negativ über uns sprechen, würden wir uns vermutlich früher oder später fragen, ob wir sie länger in unserem Leben halten wollen. Dass unser innerer Kritiker genau das Gleiche macht und oft noch wesentlich penetranter, fällt dabei durchs Raster – schließlich spricht er ja nur die Wahrheit aus, die wir längst kennen. Genau hier fehlt uns oft diese gesunde innere Distanz zu dem, was wir uns tagtäglich vorwerfen. Die 5 Fragen in dieser Folge ändern das. Sie geben dir wieder einen echten Blick auf das, was du dir täglich sagst und du kannst endlich frei entscheiden, ob du das so beibehalten möchtest.
- Wo kommt meine schlechte Laune eigentlich wirklich her?
Kennst du diese Personen, die ihre schlechte Laune direkt an jemand anderem auslassen? Und gerade, wenn wir nicht zu diesen Personen gehören, haben viele von uns die Tendenz, diesen Frust dann gegen uns selbst zu richten. War unser Tag also besonders anstrengend und stressig, werden die kritischen Gedanken gegen uns selbst immer lauter. Vielleicht bist also gar nicht du das Problem, sondern einfach nur deine negativen Emotionen, die sich deine Aufmerksamkeit wünschen würden. Lass nicht zu, dass du sie wie einen vollen Müllsack von einem Zimmer ins nächste schiebst. - Bin ich hier wirklich das Problem?
Wie oft ist dein Verhalten nicht der Situation angemessen? Du bist zu laut und zu viel oder auch zu schüchtern und zu ruhig für deine Freunde? Du bist zu empfindlich für deinen Chef und zu anspruchsvoll für deinen Partner oder deine Partnerin? Doch was wäre, wenn du hier gar nicht das Problem bist? Wenn das Problem stattdessen in den Erwartungen und im Verhalten der anderen liegt? Oft sind wir sehr bereitwillig dabei, den Fehler direkt bei uns zu suchen, dabei wäre unser Verhalten vielleicht bei anderen Freunden, einem anderen Chef oder einem Partner, der uns wertschätzender behandelt, absolut ok. Lass nicht zu, dass du dir für alles die Schuld gibst, was gerade nicht rund läuft ❤️ - Will ich wirklich den Weg gehen – oder wünsche ich mir nur das Ergebnis?
Eine sportliche, schlanke Figur wäre toll. Und die Summe X auf dem Konto. Außerdem Kinder, die Klavier und Geige lernen und ein Garten, der instagramtauglich das ganze Jahr über blüht. Es gibt viele Dinge, die wir uns wünschen und uns oft kritisieren, dass wir sie noch nicht erreicht haben. Doch die viel wichtigere Frage ist dabei: Bist du denn bereit, den schwierigen Weg dorthin zu gehen? Täglich im Garten zu arbeiten oder jemanden dafür zu bezahlen, deine Kinder täglich zum Üben zu motivieren und morgens um 5 Uhr ins Fitnessstudio zu fahren, um den Sport in deinem Alltag unterzukriegen? Nein, oft wissen wir genau, dass das zu viel von uns verlangt wäre. Wäre es dann nicht fair, auch nicht das Ergebnis von uns zu erwarten? - Bringt mich diese Sicht auf mich tatsächlich weiter?
Für welche Eigenschaft oder welches Verhalten kritisierst du dich schon sehr lange? Und jetzt die viel wichtigere Frage: Hat dir diese innere Kritik geholfen? Hat sie dich deinem Ziel nähergebracht? Oft sind wir mit uns selbst so kritisch als Angst, sonst unsere Ziele nicht zu erreichen. Doch wenn ich einen Weg schon 20 Mal gegangen bin und jedes Mal am gleichen Ziel angekommen bin – wie wahrscheinlich ist es dann, dass ich beim 21. Mal endlich an meinem Wunschziel ankommen werde? Vielleicht ist das ständige Kritisieren gar nicht die Lösung, sondern schon Teil vom Problem… - Was würde mir meine Selbstliebe raten?
Dein innerer Kritiker entsteht meist, indem er hört, wie andere, für dich wichtige Personen über dich denken und sprechen. Und diese Aussagen nimmst du in dich auf, findest Stück für Stück mehr Beweise dafür und langsam aber sicher werden es deine inneren Glaubenssätze. Doch oft treffen wir auch auf Personen, die damit Überzeugungen in uns installieren, die uns absolut nicht guttun. Und auch diese Überzeugungen wachsen und werden über die Jahre immer stabiler. Würdest du allerdings deine Selbstliebe fragen, ob du diese Glaubenssätze weiter pflegen und stärken solltest, würde sie dir vermutlich abraten.
Häufige Fragen über Selbstkritik und unseren inneren Kritiker
Der innere Kritiker beschreibt die innere Stimme, mit der wir uns selbst bewerten, beurteilen oder abwerten. Er kann uns beispielsweise sagen, dass wir nicht gut genug, zu emotional, zu undiszipliniert oder „zu viel“ sind. Häufig laufen diese Gedanken so automatisiert ab, dass wir sie gar nicht mehr bewusst hinterfragen.
Selbstkritische Gedanken können sich über viele Jahre entwickeln und durch Erfahrungen und Bewertungen anderer Menschen geprägt werden. Wenn bestimmte negative Überzeugungen immer wieder aktiviert und durch vermeintliche „Beweise“ bestätigt werden, können sie sich irgendwann wie eine tatsächliche Wahrheit über uns selbst anfühlen.
Ein erster Schritt ist, die automatischen Gedanken überhaupt wahrzunehmen und zu hinterfragen. In dieser Folge stellen wir dir dafür fünf Fragen vor, die dir einen neuen Zugang zu deinem inneren Kritiker ermöglichen. Um diese Automatisierung zu unterbrechen, braucht es oft ein wenig Fingerspitzengefühl.
Selbstkritik kann sich zunächst so anfühlen, als würde sie uns antreiben. Wenn wir uns jedoch über viele Jahre für dieselben Dinge kritisieren, ohne dass sich etwas verändert, lohnt sich die Frage, ob diese Strategie tatsächlich funktioniert. Anhaltende Selbstzweifel und Enttäuschung können dabei genau das erschweren, was wir eigentlich erreichen möchten: eine positive Veränderung.
Dein nächster Schritt
Wenn du merkst, dass dein innerer Kritiker von alten Überzeugungen und automatisierten Gedanken angetrieben wird, reicht es oft nicht, dir einfach zu sagen: „Ich muss mich mehr lieben.“ Du musst verstehen, woher diese Gedanken kommen, welche Muster dahinterliegen und warum sie heute noch so viel Macht über dich haben.
In unserer Psychologischen Lebensanalyse gehen wir genau dort mit dir in die Tiefe: Wir schauen uns deine alten Muster und Überzeugungen an, machen sie sichtbar und finden heraus, was du tun kanns, dass sie dein heutiges Leben nicht länger bestimmen.
👉 Wenn du deinen inneren Kritiker nicht länger einfach hinnehmen möchtest, sondern die dir schadenden, negativen Gedanken finden und auflösen möchtest, kannst du so gerne mit uns in deine Psychologische Lebensanalyse starten.
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