deine To-Do-Liste kürzt oder noch mehr Me-Time in deinen vollen Tag quetschst? Und dann festgestellt, dass das langfristig überhaupt nicht hilft? So geht’s uns allen – und genau deshalb erfährst du in dieser Folge 8 Regeln, nach denen entspannte Menschen leben und die dafür sorgen, dass der Stress in ihrem Leben eben nicht das Ruder übernimmt.
Und nein – diese Regeln sind weder anstrengend noch musst du dafür dein ganzes Leben umkrempeln. Ganz im Gegenteil werden sie deinen Alltag überraschend leicht verändern.
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Du erfährst in dieser Folge:
- Welches Mindset dich gelassener & entspannter macht
- Welche Mythen du bislang über Stress glaubst
- Wie du deinen Stress auflöst, ohne etwas in deinem Alltag zu verändern
- Wie du aufhören kannst, dir ständig Sorgen zu machen
Stress reduzieren: Diese 8 psychologischen Regeln machen den Unterschied
Mit diesen ersten 4 Regeln, sorgst du dafür, dass sich dein Mindset auf Gelassenheit und Entspannung ausrichtet. Viel Stress entsteht tatsächlich nicht im Außen, sondern in uns. Je nachdem, wie wir über uns und unseren Alltag denken, erleben wir deutlich mehr oder weniger Stress.
Die nächsten 4 Regeln konzentrieren sich dann darauf, was du konkret tun kannst, wenn du in eine stressige Situation kommst. Denn auch das beste Mindset wird dich nicht davor beschützen, dass manchmal alles drunter und drüber geht – aber wir können dafür sorgen, dass du in diesem Chaos nicht untergehst, sondern es entspannt meistern kannst.
- Erlaub dir, richtig zu sein
So viel innerer Stress entsteht durch unsere Überzeugung, dass wir falsch wären. Dass wir unser Verhalten und unser Sein ständig verstecken und anpassen müssten, um ja nicht negativ aufzufallen. Stell dir einmal vor, wie viel leichter sich dein Alltag anfühlen würde, wenn du plötzlich nicht mehr „zu laut“, „zu emotional“, „zu chaotisch“, „zu langsam“ oder „zu langweilig“ bist… - Lass los, was du nicht kontrollieren kannst
Unsere größte gedankliche Beschäftigung im Alltag besteht oft aus dem Sorgen machen. Also Probleme zu erahnen und gedanklich zu lösen, die noch nicht mal eingetreten sind. Und natürlich erzeugt das eine Menge Stress in uns. Was wäre, wenn wir aufhören, diese Probleme ins Jetzt zu holen und stattdessen anfangen, in uns selbst zu vertrauen? In unsere Fähigkeit, all diese hypothetischen Probleme dann zu lösen, wenn sie tatsächlich auftreten werden. - Mach Stress zu deinem Verbündeten statt zu deinem Gegner
Stress ist schädlich für unsere Gesundheit. Sind wir also im Stress, stresst uns dieser Gedanke oft noch zusätzlich. Doch eine groß angelegte Studie von Keller et al. (2012)* hat herausgefunden, dass das Problem hier gar nicht der Stress ist, sondern unsere Überzeugung, dass uns dieser Stress schaden wird. Lass dich also nicht länger von deinem Stress stressen, sondern mach ihn notfalls zu deinem Verbündeten. - Entspannung ist Training, kein Zufall
So wenig wie du sportlich bist, sobald du auf Sahnetorte verzichtest, so wenig leben wir entspannt, sobald der äußere Stress mal nachlässt. Entspannung ist so viel mehr als die Abwesenheit von Stress – es ist unsere bewusste Entscheidung, Entspannung in unser Leben zu holen. Wie du das machst, richtet sich ganz danach, was dich innerlich ruhig werden lässt – vielleicht ist es deine Atmung, vielleicht ein Spaziergang im Wald, vielleicht das Abtauchen in einen guten Roman oder laute Musik. - Ändere die Brille, nicht immer die Situation
Stress entsteht oft in uns, wenn wir glauben, dass die Situation für unseren Selbstwert, unser Ansehen oder unsere Ziele gefährlich wird und wir nicht glauben, dass wir sie gut meistern werden. Doch genau dieser Blick auf uns und die Situation ist unsere Entscheidung. Unser Gehirn entscheidet sich leider oft automatisch für den negativen Blick auf uns. Mit ein bisschen bewusstem Training können wir hier aber wieder dafür sorgen, auf uns zu vertrauen. - Kenne dein persönliches Stress-Profil
Das Schwierigste an stressigen Situationen ist oft, dass sie unsere größten Schwächen offenbaren. Wir werden ungehalten, angespannt, schusselig oder schlecht gelaunt. Doch genauso, wie wir Schwächen im Stress haben, haben wir auch bestimmte Stärken im Stress. Kennst du diese Stärken, kannst du sie in genau diesen Momenten für dich nutzen. Vielleicht arbeitest du besonders gut unter Druck, vielleicht behältst du auch im größten Chaos den Überblick, kannst allein höchst fokussiert arbeiten oder verlierst nie deine gute Laune? - Schließ den Stress-Zyklus ab
Nachdem wir eine stressige Situation erlebt haben, übersehen wir oft, dass unser Körper Unterstützung braucht, um zu erkennen, dass die Gefahr vorüber ist. Was tust du, um deinem System zu signalisieren, dass es zur Ruhe kommen kann? Das es all das überschüssige Cortisol wieder abbauen kann? Vielleicht magst du es mal über die Atmung probieren, eine lange Umarmung deines Lieblingsmenschen oder auch ganz bewusst den Energieüberschuss durch Bewegung oder Tanzen rauslassen? - Vorbereitung ist besser als Aushalten
Was kannst du tun, um dich auf die Stress-Momente, die immer wieder kommen, vorzubereiten? Lass nicht zu, dass sie dich immer wieder kalt erwischen und du dann nur durchhältst. Welche der Regeln wird dich dann besonders unterstützen und was brauchst du in solchen Momenten von dir?
Häufige Fragen zum Thema „Stress reduzieren“
Langfristig hilft es, nicht nur einzelne Entspannungstechniken anzuwenden, sondern auch die eigenen Gedanken, Überzeugungen und Gewohnheiten zu verändern. Genau dabei unterstützen dich die acht psychologischen Regeln aus dieser Folge.
Oft entsteht Stress nicht allein durch äußere Belastungen. Unsere Bewertung einer Situation, Sorgen über die Zukunft oder hohe Ansprüche an uns selbst können den Stress zusätzlich verstärken.
Sie versuchen nicht, jede stressige Situation zu vermeiden. Stattdessen beeinflussen sie ihr Mindset, vertrauen stärker in ihre eigenen Fähigkeiten und wissen, wie sie nach Belastungen wieder zur inneren Ruhe zurückfinden.
Ja. Gelassenheit ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die wir Schritt für Schritt trainieren können – genau wie körperliche Fitness.
Dein nächster Schritt
Vielleicht hast du beim Zuhören gemerkt, dass dein Stress gar nicht nur durch deinen Alltag entsteht, sondern durch tief verankerte Überzeugungen und Muster, die dich schon seit vielen Jahren begleiten. Genau dort setzen wir mit unserer Psychologischen Lebensanalyse an. Gemeinsam finden wir heraus, warum du immer wieder in dieselben Stressmuster gerätst – und entwickeln einen individuellen Weg, wie du dauerhaft mehr innere Ruhe und Gelassenheit in dein Leben bringen kannst.
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* Keller A, Litzelman K, Wisk LE, Maddox T, Cheng ER, Creswell PD, Witt WP. Does the perception that stress affects health matter? The association with health and mortality. Health Psychol. 2012 Sep;31(5):677-84. doi: 10.1037/a0026743.